Zwei Drittel der Eltern traurig mit schwulem Kind

Seite: Zurück  1 2 3  Weiter
Antworten  
«Letztes Thema | Nächstes Thema»
Autor Nachricht
Frei
Entdecker



Anmeldungsdatum: 02.01.2013
Beiträge: 55

BeitragVerfasst am: 27.01.2017, 01:27    Titel: Zwei Drittel der Eltern traurig mit schwulem Kind Antworten mit Zitat

nunja, meine mutter ist traurig wenn sie keine Enkel bekommt.. Und zwar relativ unabhängig von meiner Sexualität Sehr glücklich
Nach oben
Alle Posts des Users
Justanybody
Diva



Anmeldungsdatum: 11.07.2016
Beiträge: 161

BeitragVerfasst am: 27.01.2017, 21:21    Titel: Zwei Drittel der Eltern traurig mit schwulem Kind Antworten mit Zitat

Zitat:
Ich sehe da keine Nachteile


Es mag ja sein, das Du persönlich da keine Nachteile siehst, aber keiner von uns kann sich in das jeweilige Ich von Mutter oder Vater hineinversetzen, was sich da für Gefühle abspielen. Und sowieso: Ist es nicht schon ein ausreichender Nachteil, wenn eine Mutter oder ein Vater sich bspw. auf der Arbeit, im Freizeitclub und sonstwo unfreiwillig oder freiwillg äußern (zu) muss und/oder bloß Gegenstand von Gesprächen wird: "Du, der Sohn von XY ist schwul! Hast du das schon gehört? Zum Glück ist mein Sohn nicht so "geworden"... Hätte er mal weniger Überstunden gemacht und sich mehr um die Erziehung gekümmert, dann wär's nicht so geworden ... blablabla" Zweifel
Nach oben
Alle Posts des Users
tobi456
Neugieriger



Anmeldungsdatum: 11.05.2016
Beiträge: 4

BeitragVerfasst am: 14.02.2017, 15:59    Titel: Re: Zwei Drittel der Eltern traurig mit schwulem Kind Antworten mit Zitat

Kai-pirinja hat folgendes geschrieben:

Welche Nachteile denn?
Die die dir durch die Gesellschaft per Gesetz noch vorgeschrieben werden
oder persönliche Nachteile?

Ehrlich gesagt
Ich bin froh schwul zu sein
warum auch nicht - klar konnte ich es mirn icht aussuchen -
aber es ist eine Möglichkeit anders zu sein
Ich sehe da keine Nachteile - nur bisher unerfüllte Ziele


Es ist mir doch egal wen mein hypothetisches kind lieben würde
weil ich es liebe - solang es glücklich wird mit wem auch immer
ist der rest doch vollkommen egal

Sorry, dass ich jetzt erst antworte.
Ich komme vom Land und bei uns werden nicht hetero Menschen leider häufig noch ausgegrenzt, ist in Frankfurt hoffentlich schon ein bisschen besser. Bei mir hat es halt noch viele Menschen, welche ein mittelalterliches Gedankengut pflegen und alles, was nicht der Norm entspricht, verurteilen. Zum Beispiel hab ich mit einem älteren Mann gesprochen, welcher mich fragte, ob es stimme, dass mein Cousin schwul sei. Ich bejahte das und er meinte: "Schade, dass Hitler nicht mehr lebt, sonst wäre diese Missgeburt nicht mehr am leben." Ich, erst kurz vorher gemerkt, dass ich schwul bin, noch relativ klein, habe keine Antwort rausgebracht. Klar das war ein Extrem, aber ähnliche Meinungen sind bei vielen hier Gang und Gebe.
Und froh bin ich darüber nicht, ich akzeptiere es jedoch, da es ja etwas ist, was man sich nicht raussuchen kann.
Nach oben
Alle Posts des Users
Justanybody
Diva



Anmeldungsdatum: 11.07.2016
Beiträge: 161

BeitragVerfasst am: 15.02.2017, 20:31    Titel: Zwei Drittel der Eltern traurig mit schwulem Kind Antworten mit Zitat

Es ist schlicht -egal wie man selbst dazu steht- anzuerkennen das Eltern bzw. Familienmitglieder mit einem öffentlichen Outing des Sohnes, diese gleichzeitig in eine mögliche, ja sogar sehr wahrscheinliche Erklärungs"pflicht" versetzt. Es mag sein, das man selbst mit der Tatsache ganz passabel zurecht kommt, ob das aber dann auch für den Rest der eigenen Familie (und des Freundeskreises) zutrifft, ist dann eine Frage, der m.M.n. zu wenig Beachtung geschenkt wird. So befreiend ein Outing von sich selbst sein mag und man sich über dieses monate- oder auch jahrelang Gedanken gemacht und sich vorbereitet hat, "trifft" es Familienmitglieder meist überfallartig.
Nach oben
Alle Posts des Users
Anoun94
Nutzer gelöscht





BeitragVerfasst am: 15.02.2017, 20:53    Titel: Re: Zwei Drittel der Eltern traurig mit schwulem Kind Antworten mit Zitat

Frei hat folgendes geschrieben:
nunja, meine mutter ist traurig wenn sie keine Enkel bekommt.. Und zwar relativ unabhängig von meiner Sexualität Sehr glücklich


So hat meine auch reagiert. xD
Ihr es relativ egal gewesen. Smilie - Bis auf den Nachwuchs...
Nach oben
Alle Posts des Users
schelli
Neugieriger



Anmeldungsdatum: 19.01.2017
Beiträge: 17

BeitragVerfasst am: 15.02.2017, 21:25    Titel: Zwei Drittel der Eltern traurig mit schwulem Kind Antworten mit Zitat

das das eigene kind glücklich ist, sollte doch für alle eltern an erster stelle stehen.... anstatt traurig zu sein sollte man zeigen, dass man stolz auf sein kind ist und hinter ihm stehen...
Nach oben
Alle Posts des Users
BennyBoy3.0
Nutzer gelöscht





BeitragVerfasst am: 15.02.2017, 21:28    Titel: Zwei Drittel der Eltern traurig mit schwulem Kind Antworten mit Zitat

Ich wäre nicht grad begeistert, wenn mein Sohnemann mit so ner Story aufzieht. Da gäbs erstmal nen Pantoffeltanz auf seinem Hintern.
Nach oben
Alle Posts des Users
Maebara
Poet



Anmeldungsdatum: 16.04.2015
Beiträge: 402

BeitragVerfasst am: 15.02.2017, 22:41    Titel: Zwei Drittel der Eltern traurig mit schwulem Kind Antworten mit Zitat

Bei der Studie geht es um Elternteile die gefragt werden, ob sie traurig wären, wenn die Kinder es ihnen sagen WÜRDEN!

Ich bin mir zu 100% sicher, dass es bei einer Studie ganz anders aussehen würde, wenn nur Eltern gefragt werden würden, die geoutete Kinder haben._________________
Nach oben
Alle Posts des Users
almaviva
Neugieriger



Anmeldungsdatum: 06.03.2016
Beiträge: 21

BeitragVerfasst am: 17.02.2017, 15:06    Titel: Re: Zwei Drittel der Eltern traurig mit schwulem Kind Antworten mit Zitat

Justanybody hat folgendes geschrieben:
http://m-maenner.de/2016/05/ilga-zwei-drittel-traurig-mit-schwulem-kind/



Zwei Drittel traurig mit schwulem Kind
findet eine weltweite ILGA-Studie heraus. Die einzelnen Kontinente

Zwei Drittel aller Eltern weltweit wären „sehr traurig” oder „ein Stück weit traurig”, wenn ihr Kind ihnen erzählen würde, dass es sich gleichgeschlechtlich verliebt hat. Das zeigt eine aktuelle Umfrage von ILGA, dem weltweiten Dachverband der LGBTI-Organisationen.

Dafür hat ILGA über 95.000 Menschen in 53 Ländern befragt. Wer die Antworten nach Kontinent vergleicht, der stellt deutliche Unterschiede fest. So wären 56 Prozent der befragten Ozeanier – befragt wurden Australier und Neuseeländer – „nicht traurig” mit einem schwulen oder lesbischen Kind. Nur 39 Prozent der Europäer und nur jeder fünfte Befragte aus Afrika denkt so. Damit bildet Afrika das Schlusslicht unter den Kontinenten, was diese Frage angeht.


Wie ist es eigentlich bei Euch? Oder allgemein aus der Sicht schwuler Jungs nach dem Outing in der eigenen Familie? Kann es sein, das schwule Jungs so sehr mit ihrem inneren Coming-Out und irgendwann mit der eigenen Klarheit das äußere Coming-Out vollziehen und bei Erfolg (also sofern einen die Eltern und Freunde nicht verstoßen oder es nicht eklatante Probleme deswegen gibt) mit sich selbst zufrieden sind und das Kapitel für sich als erfolgreich abgeschlossen sehen; aber (vergessen) was ist mit den Gedanken der Umwelt, insbesondere der Eltern?!

Haben wir genug Feingefühl und Interesse, sich in die Perspektive unserer Mütter und Väter zu versetzen, das diese sich uns selbst gegenüber positiv äußern bzw. das Schwul-sein akzeptieren (oder im Mindesten tolerieren) aber innerlich vielleicht tief getroffen sind, da sie andere (gesellschaftlich bedingte) Erwartungshaltungen hatten (oder einfach durch ihre eigene Jugend sich einen ähnlichen Verlauf ihres Kindes erwarten/erhoffen und nun in einer plötzlich anderen und nicht beeinflussbaren Situation stehen) und nun mit dieser "Tatsache" umgehen müssen und ggf. innerhalb der Familie anderen (Großeltern, Onkel, Tante etc.) Rechenschaft über ihr Kind, ihre (vermeintlich vielleicht sogar empfundene "falsche Erziehung") ablegen müssen oder empfinden sich rechtfertigen zu müssen?

Besitzen schwule Jugendliche genauso viel Empathie gegenüber dem eigenen Umfeld in der Erwartung, das sie die eigene Homosexualität akzeptieren, als auch verständnisvoll sich hinreichend in die Perspektive der Eltern zu versetzen? Was diese nun nach dem Outing möglicherweise (in der Gesellschaft und Umgebung) erwartet? Zweifel


Meine Eltern "akzeptieren" es mehr oder weniger, würden mich auch deshalb auch nie verstoßen. Aber traurig sind sie sicher darüber. Und das versteh ich auch..
Nach oben
Alle Posts des Users
Account1
Diva



Anmeldungsdatum: 18.12.2016
Beiträge: 153

BeitragVerfasst am: 17.02.2017, 16:19    Titel: Zwei Drittel der Eltern traurig mit schwulem Kind Antworten mit Zitat

Also ich denke mal es kommt auf die Eltern an. Die meisten lieben ihr Kind und würden es akzeptieren. Zur Toleranz eher bei Lesben: Das kann ich nicht bestätigen. Meistens sind diese in ihrem Auftreten doch recht maskulin und man merkt es ihnen an - also nicht der heimliche Traum, den Hetero Männer so im Kopf haben.
Abgesehen von Ausnahmen würde ich sagen, dass man es vom grundsätzlichen Verhalten Jungs nicht ansieht, weil sie ganz normal unter uns leben.

Wobei Frauen auch manchmal so merken. Natürlich gibt es die Ausnahmen, die es darauf anlegen und bei denen man es schon aus weiter Ferne erkennt.
Nach oben
Alle Posts des Users
tobi456
Neugieriger



Anmeldungsdatum: 11.05.2016
Beiträge: 4

BeitragVerfasst am: 17.02.2017, 18:04    Titel: Re: Zwei Drittel der Eltern traurig mit schwulem Kind Antworten mit Zitat

schelli hat folgendes geschrieben:
das das eigene kind glücklich ist, sollte doch für alle eltern an erster stelle stehen.... anstatt traurig zu sein sollte man zeigen, dass man stolz auf sein kind ist und hinter ihm stehen...

Ich finde, dass traurig sein und hinter dem Kind zu stehen sich nicht ausschließt. Ich denke die guten Eltern werden hinter einem stehen, einen in jeder Lebenssituation unterstützen, dennoch können sie ja traurig sein, da sie Angst haben können, dass ihr Kind möglicherweise deswegen diskriminiert wird.
Nach oben
Alle Posts des Users
kolyamatic
Entdecker



Anmeldungsdatum: 09.01.2014
Beiträge: 76

BeitragVerfasst am: 17.02.2017, 18:53    Titel: Zwei Drittel der Eltern traurig mit schwulem Kind Antworten mit Zitat

Ich kann zum Thema nichts beitragen außer dem alten Kalauer:

Zitat:
"I was shocked when my son told me that his boyfriend was a homosexual!"
_________________
Per aspera ad astra.
Nach oben
Alle Posts des Users
schelli
Neugieriger



Anmeldungsdatum: 19.01.2017
Beiträge: 17

BeitragVerfasst am: 17.02.2017, 18:57    Titel: Re: Zwei Drittel der Eltern traurig mit schwulem Kind Antworten mit Zitat

tobi456 hat folgendes geschrieben:
schelli hat folgendes geschrieben:
das das eigene kind glücklich ist, sollte doch für alle eltern an erster stelle stehen.... anstatt traurig zu sein sollte man zeigen, dass man stolz auf sein kind ist und hinter ihm stehen...

Ich finde, dass traurig sein und hinter dem Kind zu stehen sich nicht ausschließt. Ich denke die guten Eltern werden hinter einem stehen, einen in jeder Lebenssituation unterstützen, dennoch können sie ja traurig sein, da sie Angst haben können, dass ihr Kind möglicherweise deswegen diskriminiert wird.


ok, ja da hast du recht, ich habe allgemein bezogen gesehen, falls man traurig ist - weil das kind eben nicht hetero ist Smilie
Nach oben
Alle Posts des Users
Mr-Anti-Homophobie
Diva



Anmeldungsdatum: 21.07.2014
Beiträge: 125

BeitragVerfasst am: 17.02.2017, 19:23    Titel: Zwei Drittel der Eltern traurig mit schwulem Kind Antworten mit Zitat

Wie ein Nutzer hier bereits geschildert hatte, meine Mutter hatte Anfangs keinerlei Problem nur mein Vater der sich anfangs quer stellte.

Heute lebe ich ziemlich glücklich, zufrieden und gesund.
Komme mit meiner Familie klar und könnte den ganzen Tag grinsen.

P.S: Schmeißt nicht so viel mit Statistiken herum, verstehen eh nur wenige._________________
~ Die Unwissenheit liegt in der Natur der Existenz. Die Dummheit jedoch ist eine typisch menschliche Eigenschaft. ~
Nach oben
Alle Posts des Users
Rabenhaar20
Held



Anmeldungsdatum: 23.03.2013
Beiträge: 1399

BeitragVerfasst am: 18.02.2017, 18:16    Titel: Re: Zwei Drittel der Eltern traurig mit schwulem Kind Antworten mit Zitat

Justanybody hat folgendes geschrieben:
Es ist schlicht -egal wie man selbst dazu steht- anzuerkennen das Eltern bzw. Familienmitglieder mit einem öffentlichen Outing des Sohnes, diese gleichzeitig in eine mögliche, ja sogar sehr wahrscheinliche Erklärungs"pflicht" versetzt. Es mag sein, das man selbst mit der Tatsache ganz passabel zurecht kommt, ob das aber dann auch für den Rest der eigenen Familie (und des Freundeskreises) zutrifft, ist dann eine Frage, der m.M.n. zu wenig Beachtung geschenkt wird. So befreiend ein Outing von sich selbst sein mag und man sich über dieses monate- oder auch jahrelang Gedanken gemacht und sich vorbereitet hat, "trifft" es Familienmitglieder meist überfallartig.


Wenn man immer nur danach lebt, ein perfektes Image als funktionierende und perfekte Familioe zu fahren, stehts darauf aus, Ehre dem Haus zu bringen und wirklich ALLES be- und veruruteilt, was Teile der Familie machen... Ist das dann überhaupt noch ein Leben?

Meiner Meinung nach stecken zu viele Leute ihre Nasen in Angelegenheiten reinstecken, die sie nichts angehen und damit dem Outing des Kindes sogar zu viel Aufmerksamkeit von Leuten geschenkt wird, die das Kind wsl nicht mal KENNT

NATÜRLICH funktioniert unsere GEsellschaft nicht so, dass jeder die Klapep hält, der mit einer persönlichen Entwicklung nicht einverstanden ist - aber jeder von uns kann damit einfach anfangen. Es ist gar nicht mal so schwer..._________________
You think the only people who are people
Are the people who look and think like you!
But if you walk in footssteps of a stranger
You learn things, you never knew you never knew
~ Ein Gedanke, den wir uns zu Herzen nehmen sollten
Nach oben
Alle Posts des Users
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:   
Antworten
 

Seite 2 von 3
Seite: Zurück  1 2 3  Weiter