Stonewall

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Daniel_1987
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Anmeldungsdatum: 10.06.2004
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BeitragVerfasst am: 10.03.2005, 12:52    Titel: Stonewall Antworten mit Zitat

Zitat:
Wir schreiben den 28. Juni1969, frühmorgens. Ort: New York, Christopher Street. Inder Bar <Stonewall Inn> herrscht das übliche Gedränge:

Vorwiegend junge Homosexuelle, die nicht in die feineren Schwulenbars reingelassen werden, viele Tunten und Fummeltrinen (Männer in Frauenkleidern), die ebenfalls nur hier geduldet sind. Außerdem eine Menge obdachloser Jugendlicher, welche sich mit drei Dollar Eintritt für eine Nacht ein Dach über dem Kopf erkaufen. Es ist kurz nach Mitternacht. Plötzlich quietschen Bremsen vor der Tür, Polizisten springen aus ihren Wagen und stürmen in das <Stonewall>. Der einzige Ausgang wird besetzt, Ausweise werden kontrolliert
- eine Razzia wie so viele, die alltäglich stattfinden. Normalerweise verdrücken sich die Barbesucher bei solchen Überfällen schleunigst. Doch diesmal kommt es anders! Während nach und nach die gefilzten Schwulen aus der Bar kommen, sammelt sich eine Menge auf der Straße. Einzelne mutige Tunten - immer dankbar für großes Publikum - erklimmen Treppenabsätze und Laternenpfähle: «Hallo Leute, kommt rüber, hier gibt's mal wieder richtige Kerle zu sehen! » Die Christopher Street ist eine stark von Schwulen und Lesben besuchte Gegend, und so wächst die Menge rasch an. Alle wollen sehen, was da passiert. Vereinzelt sind Rufe zu hören: «Bullen raus! », aber sonst ist die Stimmung noch allgemein friedlich. Auf einmal jagen drei weitere Polizeiautos und ein Mannschaftswagen herbei, stoppen inmitten der Menge, Uniformierte springen heraus, greifen sich fünf Leute und stoßen sie in den Mannschaftswagen. Schlagartig verwandelt sich die Stimmung. Pfiffe gellen durch die Straßen, die Menschenmenge umringt die Wagen, versucht die Verhafteten zu befreien. Die Polizisten, völlig verblüfft angesichts des Widerstandes, verlieren die Fassung, flüchten in die Wagen und preschen davon. Inzwischen befinden sich etwa vier- bis fünfhundert Schwule und Lesben auf der Straße vor dem <Stonewall>. Polizisten machen einen erneuten Versuch, sich durchzusetzen und schnappen sich eine Lesbe. Als diese sich verzweifelt wehrt, schmeißt sich ein besonders fetter Polizeibeamter auf die am Boden liegende Frau. Ihre Schreie lassen die Wut der Um-herstehenden noch mehr wachsen. Es wird versucht, den Polizisten wegzuziehen und die Lesbe zu befreien. Flaschen fliegen und Steine. Das <Stonewall> ist unterdessen leer geworden, und die von der Wucht des Angriffs überraschten Polizisten ziehen sich dorthin zurück. Die schwere Tür wird geschlossen und verbarrikadiert. Draußen steigt der Zorn der Menge. An den Fenstern der Bar wird gerüttelt, und Ziegelsteine fliegen gegen die Tür. Jahre- und jahrzehntelange Demütigungen und Beschimpfungen zeigen ihre Auswirkung: wer lange getreten wird, tritt eines Tages zurück.

Auf der Straße vor der Bar setzt sich immer mehr der Gedanke durch:

Jetzt ist Schluß. Wir haben es satt. Wir müssen uns wehren! Jemand greift sich einen Mülleimer und schleudert ihn gegen ein Fenster des Stonewall. Es zerbricht mit einem hellen Klirren. Ein paar machen sich an Parkuhren zu schaffen und versuchen, sie aus der Verankerung zu lösen. Bei einer Uhr gelingt es, und das Ding wird als Rammbock benutzt, um die Tür einzudrücken. «Stürmt das Stonewall! » schallt es vielstimmig über den Platz.
Dem konzentrierten Ansturm kann die altersschwache Tür nicht standhalten - sie wird aufgestoßen. Drinnen drohen die Polizisten mit der Waffe in der Hand: «Wir knallen den ersten motherfucker ab, der durch die Tür kommt! » Jedoch macht sich nach dieser Ankündigung nicht Angst breit, sondern ein Sturm der Empörung bricht aus. «Benzin her! Röstet die Bullen! »schreien welche, und tatsächlich treibt jemand einen Benzinkanister auf. Die Flüssigkeit wird durch das eingeschlagene Fenster ins Innere des <Stonewall> geschüttet und angezündet. Gierig fressen sich die Flammen voran. In das Knistern des Feuers mischen sich von ferne die Sirenen einer nahenden Polizeiverstärkung. Blaulicht blitzt auf, und kurz darauf ist der Platz voll von wild um sich knüppelnden Polizisten. Die im <Stonewall> Eingeschlossenen werden unversehrt geborgen, während die Demonstranten angesichts der großen Anzahl von Polizisten das Weite suchen.

Nur fünfundvierzig Minuten hat es gedauert, und doch wird diese dreiviertel Stunde zum Ausgangspunkt einer weltweiten Schwulen- und Lesbenbewegung. Wie ein Lauffeuer verbreitet sich die Meldung: «Wir haben uns gewehrt! Gemeinsam sind wir stark! » Ungläubiges Staunen steht den meisten Homosexuellen ins Gesicht geschrieben, als sie davon hören. Kann es wirklich wahr sein? Wir, die wir immer gekuscht haben, die selbst ihren offenen Feinden gegenüber stets ein <Tu-mir-nichts>-Lächeln präsentiert haben, wir prügeln uns mit Bullen? Nicht zu fassen! «Es wurde aber auch Zeit» - das ist dennoch die durchgängige Meinung. Am nächsten Morgen und die ganze kommende Woche sammeln sich Schwule und Lesben in der Christopher Street und rufen: «Schluß mit der Unterdrückung! GAY POWER! » (Gay = schwul bzw. lesbisch; power = Macht). Wieder und wieder gibt es Auseinandersetzungen mit der Polizei, bis diese mit massivem Aufgebot für Ruhe und Ordnung sorgt.
Quelle

Angefangen hat es also damit, dass Polizisten in einer Bar Ausweise kontrollieren, um Minderjährige zu indentifizieren, die sich auch offensichtlich in dieser Bar zu was auch immer befunden haben. Wer auch nur annähernd weiß, wie die Amis auf möglichen Konsum von Alkohol und Minderjährige reagieren, der braucht sich über diese Razzia nicht zu wundern! Während dieser polizeilichen Überprüfung sammelt sich draußen eine Menge, fängt an zu provozieren und den Polizisten zu drohen, obwohl diese bis dato lediglich die Bar - vollkommen zurecht im übrigen - nach Minderjährigen absuchen. Logischerweise holt die Polizei Verstärkung heran, da bislang nur ein einziger Polizeiwagen da war, mit einer begrenzten Zahl von Polizisten und während sich draußen die Menge sammelt, kann die Polizei natürlich nicht tatenlos zusehen. Gerade in den USA, wo man Waffen leichter als Alkohol bekommt. Die Polizei versucht eine Frau festzunehmen und die Menge leistet gegen die Polizisten Widerstand und fängt an Flaschen und Steine gegen die paar noch verbliebenen Polizisten zu werfen. Da sind also ca. 500 gewaltbereite Menschen, die Steine und Flaschen auf ein paar Polizisten werfen. Was machen die Polizisten, sie ziehen sich zurück und verbarikadieren sich in der Bar. Eine logische und nachvollziehende Handlung von Seiten der Polizei, denn draußen tobt der Mob und ist mittlerweile in Lynchstimmung. Er wirft Steine gegen die Bar und versucht die Tür aufzubrechen. Ein Fenster wird zerschlagen und dem Mob draußen gelingt es die Tür zur Bar gewaltsam zu öffnen und so die Polizei in eine für sie bedrohliche Situation zu bringen. 500 randalierende und gewaltbereite Menschen gegen ein paar Polizisten, die um ihr Leben fürchten müssen. Und was machen die Polizisten? Sie drohen an, von der Waffe gebrauch zu machen, sollte der Laden vom Mob gestürmt werden. Eine nachvollziehbare Handlung, oder sollten sich die Polizisten einem aggressiven Mob einfach so ausliefern? Und was macht der Mob? Er holt Benzin, um die hilflos in der Falle sitzenden Polizisten nach eigenen Worten zu "rösten". Also mit anderen Worten, der Mob versucht die Polizisten zu töten. Das Benzin wird rangeschaft und der Mob zündet die Bar mit den eingeschlossenen Polizisten an. Als dann draußen eine größere Menge von Polizisten ankommt, bekommen die 500 "Tapferen", die angesichts von einer handvoll Polizisten so großen Mut bewiesen hatten doch Angst und verschwinden.
Wir halten es also fest: Die Polizei macht eine Razzia, aus ganz legalen Gründen heraus (wer sich auch hierzulande in der Schwulenszene umguckt, der konnte bis vor Kurzem im übrigen auch ganz leicht den Verdacht bekommen, dass Jugendschutz für die schwule Szene nicht gilt). Diese Razzia fand in einer Bar stand, die von zahlreichen Minderjährigen besucht wurde, was offensichtlich gegen US-Recht verstoßen hat. Da muss man halt mit leben, dass die Polizei einschreitet, wenn gegen Recht verstoßen wird. Aber statt besser darauf zu achten, dass keine Minderjährigen mehr in den Laden kommen wird die Polizei zunächst provoziert und später wird dann versucht, die Polizisten zu lynchen. Mit 500 Menschen gegen die Insassen eines Autos. Wahrlich eine große Leistung. Wer Stonewall feiert, der feiert den versuchten Lynchmord einer großen Menge an einer handvoll Polizisten. Mein Respekt vor soviel "Mut"
Ich bin froh, dass kaum eine Heterosexueller weiß, was tatsächlich in Stonewall passierte, denn wenn die wüssten, was die Homosexuellen da feiern, dann würden sich viele angewidert von denen abgestoßen fühlen, die einen versuchten Lynchmord feiern und das vollkommen zurecht!

Daniel
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ju-li-an
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BeitragVerfasst am: 10.03.2005, 13:04    Titel: Re: Stonewall Antworten mit Zitat

Daniel_1987 hat folgendes geschrieben:

Angefangen hat es also damit, dass Polizisten in einer Bar Ausweise kontrollieren, um Minderjährige zu indentifizieren, die sich auch offensichtlich in dieser Bar zu was auch immer befunden haben.

Nein, um die Schwulenliste, die zur Denunziation, Erpressung und Verfolgung von Homosexuellen diente, mal wieder auf den neuesten Stand bringen zu können. Gabs übrigens bis 1969 so auch in der BRD.

Gut, du bist ein kleiner Rechter und von daher natürlich Obrigkeitsgläubig. Insofern: Glaub den Darstellungen der Polizeit.

Die Realität sah leider anders aus. Razzien waren damals in "normalen" Kneipen nicht üblich.

Daniel_1987 hat folgendes geschrieben:
Wir halten es also fest: Die Polizei macht eine Razzia, aus ganz legalen Gründen heraus (wer sich auch hierzulande in der Schwulenszene umguckt, der konnte bis vor Kurzem im übrigen auch ganz leicht den Verdacht bekommen, dass Jugendschutz für die schwule Szene nicht gilt).

Nein, sie macht es aus damals vielleicht legalen, de facto aber menschenverachtenden Gründen.

Daniel_1987 hat folgendes geschrieben:
. Wer Stonewall feiert, der feiert den versuchten Lynchmord einer großen Menge an einer handvoll Polizisten. Mein Respekt vor soviel "Mut"
Ich bin froh, dass kaum eine Heterosexueller weiß, was tatsächlich in Stonewall passierte, denn wenn die wüssten, was die Homosexuellen da feiern, dann würden sich viele angewidert von denen abgestoßen fühlen, die einen versuchten Lynchmord feiern und das vollkommen zurecht!

Daniel


Und das sagt jemand, der offensichtlich mit Neonazis sympathisiert. Deren "Mut" kennen wir ja auch zur Genüge. Wer das tut legitmiert die Nazis im Nachhinein. Wenn wir schon bei schrägen Vergleichen sind.
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Daniel_1987
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Anmeldungsdatum: 10.06.2004
Beiträge: 2532

BeitragVerfasst am: 10.03.2005, 13:13    Titel: Re: Stonewall Antworten mit Zitat

ju-li-an hat folgendes geschrieben:
Daniel_1987 hat folgendes geschrieben:

Angefangen hat es also damit, dass Polizisten in einer Bar Ausweise kontrollieren, um Minderjährige zu indentifizieren, die sich auch offensichtlich in dieser Bar zu was auch immer befunden haben.

Nein, um die Schwulenliste, die zur Denunziation, Erpressung und Verfolgung von Homosexuellen diente, mal wieder auf den neuesten Stand bringen zu können. Gabs übrigens bis 1969 so auch in der BRD.

Gut, du bist ein kleiner Rechter und von daher natürlich Obrigkeitsgläubig. Insofern: Glaub den Darstellungen der Polizeit.
Ich gucke mir nur den Text an, da steht, es waren Minderjährige in der Bar! Und dieser Text stammt nicht von der US-Polizei, sondern von einer Schwulenseite.
Zitat:
Außerdem eine Menge obdachloser Jugendlicher, welche sich mit drei Dollar Eintritt für eine Nacht ein Dach über dem Kopf erkaufen.
Damit hatte die Polizei einen Grund in dieser Bar die Ausweise zu kontrollieren.
ju-li-an hat folgendes geschrieben:
Die Realität sah leider anders aus. Razzien waren damals in "normalen" Kneipen nicht üblich.
Die haben sich vielleicht besser darum gekümmert, dass keine Minderjährigen rein gingen. Aber selbst wenn nicht: Ein Gesetzesverstoß wird deswegen nicht besser, nur weil andere es auch machen.
ju-li-an hat folgendes geschrieben:
Daniel_1987 hat folgendes geschrieben:
Wir halten es also fest: Die Polizei macht eine Razzia, aus ganz legalen Gründen heraus (wer sich auch hierzulande in der Schwulenszene umguckt, der konnte bis vor Kurzem im übrigen auch ganz leicht den Verdacht bekommen, dass Jugendschutz für die schwule Szene nicht gilt).

Nein, sie macht es aus damals vielleicht legalen, de facto aber menschenverachtenden Gründen.
Ich weiß nicht was daran menschenverachtend sein soll, wenn die Polizei dagegen vorgeht, dass in einer Bar Minderjährige sind! Menschenverachtend ist allein das hier:
Zitat:
«Benzin her! Röstet die Bullen! »schreien welche, und tatsächlich treibt jemand einen Benzinkanister auf. Die Flüssigkeit wird durch das eingeschlagene Fenster ins Innere des <Stonewall> geschüttet und angezündet.

ju-li-an hat folgendes geschrieben:
Und das sagt jemand, der offensichtlich mit Neonazis sympathisiert. Deren "Mut" kennen wir ja auch zur Genüge. Wer das tut legitmiert die Nazis im Nachhinein. Wenn wir schon bei schrägen Vergleichen sind.
Ich sympathisiere weniger mit Neonazis als du mit Menschen, die versuchten andere Menschen die hilflos in der Falle saßen anzuzünden!

Daniel
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ju-li-an
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BeitragVerfasst am: 10.03.2005, 14:35    Titel: Stonewall Antworten mit Zitat

Ich habe auch nicht geleugnet, dass Minderjährige in der Bar waren. Ist ja ein Fakt. Ich habe nur darauf hingewiesen, dass diese Minderjährigen nicht der Grund für die Razzia waren. Auch wenn das die Polizei vielleicht so verkauft hat.
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Tinky Winky
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BeitragVerfasst am: 10.03.2005, 14:38    Titel: Stonewall Antworten mit Zitat

Ich halte es garnicht unbvedingt für problematisch, wenn isch minderjährige in Bars aufhalten, ich war auch schon als minderjähriger - illegal - in Bars ohne das es mir geschadet hätte. Und ist Minderjährig in dem Fall U18 oder U21? In 2tem Fasle wär es noch lächerlicher deswegen sonon Aufstand zu machen.
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micimacko
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BeitragVerfasst am: 10.03.2005, 14:40    Titel: Stonewall Antworten mit Zitat

Aus dem Text geht auch überhaupt nicht hervor, was mit diesen Jugendlichen denn nun hätte geschehen sollen. Wenn der ganze Zweck der Übung die Überprüfung der Einhaltung von Gesetzen gewesen sein soll und am Ende die Jugendlichen zwar nicht mehr illegal in der Bar, dafür aber wieder auf der Straße gestanden hätten, kann ich mich Daniels Deutung dieses Vorgangs in keiner Weise anschließen.
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Tinky Winky
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BeitragVerfasst am: 10.03.2005, 14:48    Titel: Stonewall Antworten mit Zitat

Stonewall ist natürlich ein Mythos. wahrscheinlich war, bei genauer Betrachtunbg das Ereignis völlig unbedeutend. Die ganze Sexuelle Revolution und die bürgerrechtsbewegung in 60ern/70ern die ja den Hintergrund der Schwulenbewegung liefern haben sicher weniger an sexueller Freizügigkeit und gesdelschaftlicher Liberalität gebracht als später in den 80ern und 90ern bis heute im wesentlichen durch einfluss von komerziellen Massenmedien relativ unspektakulär so nebenher passiert ist. Insofern ist Stonewall auch nicht wirklich als ein wichitges historisches Ereignis zu sehen, mehr als ein Auslöser, ein Symbol. Und der Ursprung dieses Symbols ist letztlich unwichtig, wichtig ist seine Bedeutung.
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ju-li-an
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BeitragVerfasst am: 10.03.2005, 14:49    Titel: Re: Stonewall Antworten mit Zitat

Tinky Winky hat folgendes geschrieben:
Ich halte es garnicht unbvedingt für problematisch, wenn isch minderjährige in Bars aufhalten, ich war auch schon als minderjähriger - illegal - in Bars ohne das es mir geschadet hätte. Und ist Minderjährig in dem Fall U18 oder U21? In 2tem Fasle wär es noch lächerlicher deswegen sonon Aufstand zu machen.


Nun ja, wir befinden uns
1. in den USA
und
2. Ende der 1960er Jahre...

...da war das sicher ein Problem. Aber wie gesagt: diese Razzien gab es nur in Schwulen- und Lesbenkneipen. Und es wird ja auch noch heterosexuelle Minderjährige in den USA geben, oder? *gg*
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Solar
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BeitragVerfasst am: 10.03.2005, 14:54    Titel: Stonewall Antworten mit Zitat

Für so viel Naivität seitens Daniel_1987 ist es zwecklos zu diskutieren.

erst,wenn er mal mit legalen Mitteln tag-ein-tag-aus von der Polizei genervt wird und auf einmal keinen Lappen mehr hat,keinen ruf,erkennungsdienstlich behandelt wird,weil bei ihm Drogen gefunden werden,vielleicht weil er diese mittlerweile auch braucht,um dem Druck überhaupt standzuhalten,etc. würde er sich wunder,wie toll das alles doch legal ist und wenn er dann aufmuckt oder auch nicht einfach mal ins Irrenhaus eingewiesen wird.Alles legal natürlich.

Undf dann wundert er sich,Warum es k-e-i-n-e S-a-u auch nur im entferntesten interessiert.

Oder vieleicht,wenn die Bullen ihn einfach mal zu 5. in einen Laster prüglen und abtransportieren. Mit den Augen rollen Normal. Auf den Arm nehmen

Manchmal muss man wirklich zu tode erschrecken,bevor man sich oder etwas ändert,was Änderung bedarf.
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Equilibrium
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BeitragVerfasst am: 10.03.2005, 15:00    Titel: Stonewall Antworten mit Zitat

Niedlich wie Daniel einen polemisch geschriebenen Text, der ein Anfang und Ende hat, der weniger mit Historie zu tun hat, als mit einer Schilderung des Erlebnisses eines Augenzeugen, als Aufhänger für eine Diskussion benutzen will.
Wenn man an einem solchen Text seine ?ernstgemeinte? Argumentation aufhängt, dann soll man sich mal ernsthaft über seine kritische Hinterfragungsgabe Gedanken machen - denn sonst läuft man Gefahr auch in anderen Situationen der Meinungsbildung mehr als fehl zu laufen.
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freebird
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BeitragVerfasst am: 10.03.2005, 19:34    Titel: Stonewall Antworten mit Zitat

@ Daniel

Mich hätte es fast sprichwörtlich vom Hocker gehauen, als ich lesen musste, was du für ein Müll zusammengeschrieben hast. Nicht ein bisschen die Zusammenhänge von Stonewall begriffen.

Wenn ich täglich von der Polizei gefiltzt werde und Schläge einstecken darf, nur weil man schwul ist, dass täglich mitmachen darf und eines Tages sich dagegen wehrt, dann ist das nur rechtens.
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Marquis
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BeitragVerfasst am: 10.03.2005, 19:56    Titel: Stonewall Antworten mit Zitat

Wenn ich den Text oben lese, läuft es mir eiskalt den Rücken runter (oder liegt es doch nur an Verdis Requiem im Hintergrund?*g*)

Eine spontane, angestaute Wut löst sich ganz unvermittelt.
Man kann sich doch richtig in diese Menschen hineinversetzen.
Wirklich beeindruckend.
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Daniel_1987
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Anmeldungsdatum: 10.06.2004
Beiträge: 2532

BeitragVerfasst am: 10.03.2005, 22:56    Titel: Re: Stonewall Antworten mit Zitat

ju-li-an hat folgendes geschrieben:
Ich habe auch nicht geleugnet, dass Minderjährige in der Bar waren. Ist ja ein Fakt. Ich habe nur darauf hingewiesen, dass diese Minderjährigen nicht der Grund für die Razzia waren. Auch wenn das die Polizei vielleicht so verkauft hat.
ju-li-an hat folgendes geschrieben:
...da war das sicher ein Problem. Aber wie gesagt: diese Razzien gab es nur in Schwulen- und Lesbenkneipen. Und es wird ja auch noch heterosexuelle Minderjährige in den USA geben, oder? *gg*
Egal was die Polizei wie auch immer verkauft hat, Fakt ist, dass der Mob mit einem Verhältnis von mehr als 100:1 versucht hat die Polizisten anzuzünden, nachdem diese sich in der Bar verbarikadiert hatten und nichts mehr tun konnten. Ein feiger Mordanschlag der durch nichts zu rechtfertigen ist. Aber Linke nehmen es ja bei Gewalt gegen den Staat im allgemeinen und gegen die Sicherheitsorgande des Staates im besonderen nicht so genau...
micimacko hat folgendes geschrieben:
Aus dem Text geht auch überhaupt nicht hervor, was mit diesen Jugendlichen denn nun hätte geschehen sollen. Wenn der ganze Zweck der Übung die Überprüfung der Einhaltung von Gesetzen gewesen sein soll und am Ende die Jugendlichen zwar nicht mehr illegal in der Bar, dafür aber wieder auf der Straße gestanden hätten, kann ich mich Daniels Deutung dieses Vorgangs in keiner Weise anschließen.
Nein? Also hälst du es für gerechtfertigt, wenn ein tobender Mob eingeschlossene Polizisten verbrennen will?
Equilibrium hat folgendes geschrieben:
Niedlich wie Daniel einen polemisch geschriebenen Text, der ein Anfang und Ende hat, der weniger mit Historie zu tun hat, als mit einer Schilderung des Erlebnisses eines Augenzeugen, als Aufhänger für eine Diskussion benutzen will.
Wenn man an einem solchen Text seine ?ernstgemeinte? Argumentation aufhängt, dann soll man sich mal ernsthaft über seine kritische Hinterfragungsgabe Gedanken machen - denn sonst läuft man Gefahr auch in anderen Situationen der Meinungsbildung mehr als fehl zu laufen.
Diesen Text nutzen die CSD Veranstalter in Regensburg um die Entstehung des CSD zu erläutern. Und wer es als Grund zum feiern empfindet, dass beinahe einige Polizisten von einem Mob verbrannt wurden sollte sich vielleicht einmal fragen, ob er nicht ein gestörtes Sozialverhalten hat.
freebird hat folgendes geschrieben:
@ Daniel

Mich hätte es fast sprichwörtlich vom Hocker gehauen, als ich lesen musste, was du für ein Müll zusammengeschrieben hast. Nicht ein bisschen die Zusammenhänge von Stonewall begriffen.

Wenn ich täglich von der Polizei gefiltzt werde und Schläge einstecken darf, nur weil man schwul ist, dass täglich mitmachen darf und eines Tages sich dagegen wehrt, dann ist das nur rechtens.
Ach so, dann ist es also gerechtfertigt, wenn die Polizei mich filzt, mich mit anderen zusammen zu rotten, ein paar Polizisten die 100:1 unterlegen sind in ein Lokal zu drängen, das Lokal zu stürmen und zu versuchen die Polizisten anzuzünden? Das ist echt eine mutige und verhältnismässige Reaktion Mit den Augen rollen
Muc85 hat folgendes geschrieben:
Eine spontane, angestaute Wut löst sich ganz unvermittelt. Man kann sich doch richtig in diese Menschen hineinversetzen. Wirklich beeindruckend.
Dann kannst du dich bestimmt auch gut in den Henker reinversetzen, der Abschaum auf dem elektrischen Stuhl grillt. Dieses Gefühl der Rache, wenn ein Übeltäter hilflos verbrennt Auf den Arm nehmen

Daniel
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Solar
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BeitragVerfasst am: 10.03.2005, 23:11    Titel: Stonewall Antworten mit Zitat

Die Polizisten sind nicht irgendwelche Prügelknaben für einen Besoffenen,sie repräsentieren Staat und Rechtgebung,das,was wir sind und wenn etwas falsch läuft,mit dieser Institution,dann hat ein Aufbegehren gegen diese Staatsgewalt einen Sinn.

Es ist egal,ob ich einem langsam ein Messer in die Brust schiebe,oder alle seine Freiheiten kleinhacke und zerstöre.Beides ist Mord in meinen Augen
und das sollten auch diejenigen zu spüren kriegen(Staatsgewalt),letzlich etwas von ihrer eigenen Medizin.

Wer Polizist ist,hat damit zu rechnen und letzlich,waren sie auch vorbereitet,so dass nichts großartig passierte,anderes wäre auch sehr peinlich gewesen.

BTW,schon mal daran gedacht,dich als Slave anzubieten?Oder doch lieber Master?So richtig,mit hohen Stiefeln und so? Mit den Augen rollen
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hovi83ac
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BeitragVerfasst am: 10.03.2005, 23:15    Titel: Re: Stonewall Antworten mit Zitat

Daniel_1987 hat folgendes geschrieben:
[...] Fakt ist, dass der Mob mit einem Verhältnis von mehr als 100:1 versucht hat die Polizisten anzuzünden, [...]


100 "Mob"'ler versuchten einen Polizisten anzuzünden? Stell ich mir logistisch wahnsinnig schwierig vor - aber gut gebrüllt, Tiger.

Tjaja, was nicht so alles "Fakt" auf der Welt ist, wenn Daniel das sagt. Immerhin kennt er die Zahlen genau, denn er stand vor dem "Stonewall Inn" und hat mitgezählt; wahrscheinlich während einer Routine-Verkehrzählung für Chevrolets, Modell Corvette in rot - wie es halt damals üblich gewesen war...
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