Eure Meinung zur EU

Seite: Zurück  1 2 3 4 5
Antworten  
«Letztes Thema | Nächstes Thema»
Autor Nachricht
Le0n2000
Entdecker



Anmeldungsdatum: 03.03.2016
Beiträge: 62

BeitragVerfasst am: 10.01.2017, 21:18    Titel: Re: Eure Meinung zur EU Antworten mit Zitat

Mr.Hamster hat folgendes geschrieben:
JustOneFreePerson hat folgendes geschrieben:
Die EU ist ein fehlerhaftes Konstrukt!

Die große Vielfalt der verschiedenen nationalen und regionalen
kulturellen Traditionen macht das Besondere unseres
Kontinents aus.

Ich bin dagegen, die EU in einen zentralistischen Bundesstaat
umzuwandeln. Stattdessen trete ich dafür ein, die
EU zurückzuführen zu einer Wirtschafts- und Interessengemeinschaft
souveräner, lose verbundener Einzelstaaten
in ihrem ursprünglichen Sinne.

Ich lehne die „Vereinigten Staaten von Europa“ ebenso
ab wie eine EU als Bundesstaat, aus der kein Austritt mehr
möglich ist. Das Ziel sollte ein souveränes Deutschland, das
die Freiheit und Sicherheit seiner Bürger garantiert, ihren
Wohlstand fördert und seinen Beitrag zu einem friedlichen
und prosperierenden Europa leistet sein.

Rechtsstaatliche Strukturen, wirtschaftlicher
Wohlstand und ein stabiles, leistungsgerechtes
Sozialsystem gehören in die nationale Verantwortung, nicht in die einer Einheitsregierung!

Die politischen Eliten haben mit dem Vertrag von
Maastricht 1992 und besonders mit dessen Veränderung in
Lissabon 2007 den Versuch unternommen, die EU unumkehrbar
zu einem Staat fortzuentwickeln. Dies geschah
trotz der Volksabstimmungen in Frankreich und den Niederlanden
von 2005. In beiden Ländern hatten die Bürger
den sogenannten Verfassungsvertrag zur Gründung eines
europäischen Großstaates abgelehnt. Die politische Führung
der großen EU-Länder will dieses Projekt jedoch gegen den
offenkundigen Mehrheitswillen der Völker in der EU auf Biegen und Brechen durchsetzen.
Ich fordere im Gegenteil das
Subsidiaritätsprinzip konsequent beizubehalten und Kompetenzen
an die Nationalstaaten zurückzugeben.

Ich bin für ein ein flexibles Netzwerk europäischer
Staaten, an dem jeder europäische Staat jeweils nach seinen
Möglichkeiten teilnehmen kann, wie dies zum Beispiel in der
Westeuropäischen Union der Fall war.
Beitritte nichteuropäischer
Staaten sollten aus kulturellen und geographischen
Gründen nicht in Betracht gezogen werden.
Deshalb kein beitritt der Türkei!
In der Beziehung zu außereuropäischen Staaten sind die
außen- und sicherheitspolitischen Interessen Deutschlands
zu berücksichtigen!


Der EURO und die Währungspolitik sind ein Desaster!

Nach inzwischen siebzehn Jahren der systembedingt
erzwungenen, marktfernen Währungsregulierung ist die
Gemeinschaftswährung ohne ständige massive Vermögenstransfers
in solche EU-Staaten, die einer Währungsunion
nicht gewachsen sind, nicht mehr überlebensfähig.
Der gemeinsame EURO ist eine grundlegende Fehlkonstruktion.
Die durch ihn hervorgerufenen Spannungen können schon
seit Beginn der Target-Salden-Ausuferung 2008 und besonders
seit Beginn der EURO-„Dauerrettung“ 2010 nur noch
über interventionistische, rechtswidrige, permanente und
weitgehend deutsche Kredithilfen und Haftungsübernahmen
oder durch EZB-Käufe (EZB = Europäische Zentralbank)
von im freien Markt nicht verkäuflichen Staatsanleihen
aufrecht erhalten werden. Aber diese Hilfen mittels EFSF
(Europäisches Finanzaufsichtssystem), ESM (Europäischer
Stabilitätsmechanismus), OMT (Geldpolitische „Outright“-Geschäfte),
Target und Bankenunion behandeln nur
die Symptome und kaufen Zeit, anstatt die Ursachen für die
struktur- und kostenbedingte mangelnde Wettbewerbsfähigkeit
der Wirtschaft und die nicht tragfähige Verschuldung
vieler Mitgliedsstaaten zu beheben. Die Nehmerländer der
„Rettungsaktivitäten“ werden durch viel zu niedrige Zinsen
animiert, Kredite aufzunehmen, die sie in dieser Höhe von
privaten Marktteilnehmern nie erhalten würden.

Auf diese Weise wird die in den EU-Verträgen limitierte
Schuldentragfähigkeit dieser Länder mit unabsehbaren Folgen
überspannt.
Die Transferzahlungen verstärken bereits
aufgebaute ökonomische und politische Spannungen zwischen
den Geber- und Nehmerstaaten, so dass die Kosten,
den EURO-Raum zu erhalten, seinen Nutzen inzwischen
weit übersteigen und die europäischen Integrationsmöglichkeiten überdehnen.

Schon mittelfristig sind die politisch-realen
und gegen den Willen der Mehrheit der Bürger
erzwungenen Dauertransfers keinesfalls durchzuhalten. Die
Kredit- und Haftungsbeträge sind auch für den Hauptgaranten
Deutschland zu groß!


Sollten wir uns Sorgen machen, wenn es schon so weit gekommen ist, dass man von einer AFD-Seite zitiert und es als seine eigene Meinung ausgibt?????

http://afd-osterholz.de/programm-2-4-volksabstimmung-ueber-den-euro/


Das überrascht mich jetzt irgendwie gar nicht. Sehr glücklich
Nach oben
Alle Posts des Users
Darkness
Nutzer gelöscht





BeitragVerfasst am: 10.01.2017, 22:34    Titel: Eure Meinung zur EU Antworten mit Zitat

Meine Meinung zur EU? Ich denke, dass ihr alle überhaupt gar nicht genau wisst, wer davon am stärksten profitiert, also wenn dann traue ich Alive zu, das zu wissen, aber ich denke, dass viel größere Fische davon profitieren, für die kleinen normalen Bürger wird jedes System letztendlich ähnlich aussehen, war jemand von euch mal in wichtigen Führungsrollen in der EU? Oder ist jemand von euch ein Vorstand eines multinationalen Unternehmens und kann mir die persönlichen Vorteile ehrlich schildern? Niemand von euch wird über dieses komplexe System die Wahrheit herausfinden, welche Hintermänner von der EU am meisten profitieren, wie diese ganzen Verstrickungen aussehen, was alles nicht an die Öffentlichkeit kommen soll...ihr habt keine Ahnung, und ich auch nicht, ich persönlich würde mein Leben drauf verwetten, dass das was alles 24/7 auf NTV&Co läuft lediglich Schein ist, es muss dabei einfach um mehr gehen, denke ich zumindest, aber um was? Das weiß ich nicht, und ich weiß auch nicht wer davon mit Abstand am meisten profitiert, aber ich wette, dass irgendjemand, den wir alle nicht mal so auf dem Schirm haben, von der EU profitiert, oder generell vom System der westlichen Welt, man könnte mal die Reichsten der Reichen fragen, denen hat das Konstrukt ja offenbar genutzt, aber viele waren auch mal kleine Fische...ne, da muss es einfach um mehr gehen, wenn nicht irgendwelche Leute aus dem Hintergrund die Fäden ziehen würden, dann hätte sich dieses System doch gar nicht aufbauen können, normale Menschen sind viel zu dumm, um auf Dauer echte Einigkeit zeigen zu können, wenn niemand Einflussreiches wollen würde, dass diese System so weiterhin besteht, dann gäbe es dieses System nicht mehr.

Alte Männer mit grauen Haaren führen den Krieg, und entsenden die dummen Menschen eines Landes, die dummen Menschen die sich lenken lassen, in Kriege, genau so ist es auch umgekehrt, alte Männer mit grauen Haaren können den Krieg auch vermeiden, die Menschen irgendwie zusammenpressen, sie am Krieg führen hindern, vielleicht gibt es die EU deshalb, vielleicht nicht, keine Ahnung, ich weiß es nicht, ich habe dazu keine feste Meinung, aber "EU gut weil Länder zusammenarbeiten müssen" oder "EU schlecht weil Geldverschwendung" oder "EU ja, wir wollen eine starke Wirtschaft" oder "EU nein, wir wollen geschlossene Grenzen"...das ist doch alles viel zu simpel, nein, dahinter muss mehr stecken, aber es ist mir auch egal, denn selbst wenn es da Geheimnisse gäbe, ich würde sie niemals herausfinden, und selbst wenn ich sie wüsste würde das nichts ändern, dafür ist mir meine Lebenszeit auch wieder zu kostbar, da spiele ich lieber Pokemon.

JustOneFreePerson hat folgendes geschrieben:
Maikimaik0220 hat folgendes geschrieben:

Immernoch: nicht DEINE Argumente.


Ein Zitat ist immer auch ein Argument.
Du scheinst ein wenig in der Schule geschlafen zu haben.
Vielleicht solltest du dir lieber ein Bildungsseminar leisten, anstatt mit deinen Haaren zu versuchen, das Farbspektrum abzudecken.


Ich kann nicht mehr Lachen Lachen Lachen
Nach oben
Alle Posts des Users
Wirsing_97
Neugieriger



Anmeldungsdatum: 06.01.2017
Beiträge: 36

BeitragVerfasst am: 11.01.2017, 08:18    Titel: Eure Meinung zur EU Antworten mit Zitat

Primarene, wer sich über die EU, ihren Aufbau, ihren Haushalt, die Wahlverfahren oder was auch immer informieren möchte, kann das per Internet bequem von zuhause machen (wobei N24 da nicht die erste Anlaufstelle ist...). Das ist vielleicht nicht die spannendste Materie und es ist ja auch völlig legitim zu sagen, Europapolitik geht mir am A vorbei, ich spiele lieber Pokemon als mich damit zu befassen.
Nur: Aus einer solchen Position heraus dann die große Verschwörung anzunehmen, ist doch eine fragwürdige Logik.
Nach oben
Alle Posts des Users
Darkness
Nutzer gelöscht





BeitragVerfasst am: 11.01.2017, 09:44    Titel: Re: Eure Meinung zur EU Antworten mit Zitat

Wirsing_97 hat folgendes geschrieben:
Primarene, wer sich über die EU, ihren Aufbau, ihren Haushalt, die Wahlverfahren oder was auch immer informieren möchte, kann das per Internet bequem von zuhause machen (wobei N24 da nicht die erste Anlaufstelle ist...). Das ist vielleicht nicht die spannendste Materie und es ist ja auch völlig legitim zu sagen, Europapolitik geht mir am A vorbei, ich spiele lieber Pokemon als mich damit zu befassen.
Nur: Aus einer solchen Position heraus dann die große Verschwörung anzunehmen, ist doch eine fragwürdige Logik.


Ich nehme keine große Verschwörung an, ich denke einfach, dass es Menschen gibt, die von der EU enorm profitieren, und die für ihre Instandhaltung im Hintergrund Dinge tun, das hat nichts mit Verschwörung zutun, das ist das was ich eben geschrieben habe, nur kurz und knackig zusammengefasst.

Nichts dieser Größenordnung existiert, ohne dass es für irgendwelche Schlüsselfiguren von äußerster Zweckdienlichkeit ist, wer denkt, die EU existiert für den kleinen Bürger oder gar wegen dem kleinen Bürger, den halte ich ehrlich gesagt für ziemlich naiv.

Aber danke für deine Meinung, lieber Wirsing, auch wenn ich gerne mal wissen würde, inwiefern meine Logik fragwürdig ist, du hast sie ja nicht entkräftet, das kannst du auch nicht, das kann keiner, das ist der Witz daran, jeder sollte einfach mal über das nachdenken, was er nicht weiß oder nicht wissen kann, anstatt über das, was er denkt zu wissen, du und ich, wir alle hier, wir wissen viel zu wenig, als dass wir ernsthafte Gespräche über Kontinental- oder gar Weltpolitik führen könnten, andernfalls säßen wir alle auch in ganz anderen Positionen, das was in diesem Thread betrieben wird ist lediglich Wichtigtuerei, mehr nicht, von beiden Seiten, den Kritikern und den Befürwortern, beide Seiten reden über ein System, von dem sie maximal einen kleinen Bruchteil verstanden haben.

So ist es auch mit Bürgern, die sich einbilden, sie wüssten alles über Politik, aber niemals hohe politische Ämter innehatten, oder zumindest Pressesprecher oder Stabschefs von hohen politischen Tieren waren, diese Bürger blasen sich dann auf und diskutieren ernsthaft über politische Scheinthemen, sowas ist in meinen Augen lachhaft, das ist so, als würde ein Taxifahrer mir einen Vortrag darüber halten, wie man die perfekte Pizza zubereitet, obwohl er noch nie Pizza gebacken hat.
Nach oben
Alle Posts des Users
3789fnvbe
Neugieriger



Anmeldungsdatum: 20.08.2014
Beiträge: 11

BeitragVerfasst am: 11.01.2017, 15:57    Titel: Re: Eure Meinung zur EU Antworten mit Zitat

Primarene hat folgendes geschrieben:
Wirsing_97 hat folgendes geschrieben:
Primarene, wer sich über die EU, ihren Aufbau, ihren Haushalt, die Wahlverfahren oder was auch immer informieren möchte, kann das per Internet bequem von zuhause machen (wobei N24 da nicht die erste Anlaufstelle ist...). Das ist vielleicht nicht die spannendste Materie und es ist ja auch völlig legitim zu sagen, Europapolitik geht mir am A vorbei, ich spiele lieber Pokemon als mich damit zu befassen.
Nur: Aus einer solchen Position heraus dann die große Verschwörung anzunehmen, ist doch eine fragwürdige Logik.


Ich nehme keine große Verschwörung an, ich denke einfach, dass es Menschen gibt, die von der EU enorm profitieren, und die für ihre Instandhaltung im Hintergrund Dinge tun, das hat nichts mit Verschwörung zutun, das ist das was ich eben geschrieben habe, nur kurz und knackig zusammengefasst.

Es gibt sehr viele Menschen, die von der EU enorm profitieren (auch wenn es viele davon nicht merken bzw. nicht wahrhaben wollen). Dass man nun für die Beibehaltung eines profitablen Status quo sorgt, ist nicht verwunderlich, sondern liegt in der menschlichen Natur. Und dieses Wirken findet auch nicht immer in den Plenarsälen der Europapolitik statt, sondern es gibt wesentlich mehr Bühnen. Die Frage ist dann nur, ob die Augen offen genug sind, diese auch zu sichten.

Primarene hat folgendes geschrieben:
Nichts dieser Größenordnung existiert, ohne dass es für irgendwelche Schlüsselfiguren von äußerster Zweckdienlichkeit ist, wer denkt, die EU existiert für den kleinen Bürger oder gar wegen dem kleinen Bürger, den halte ich ehrlich gesagt für ziemlich naiv.

Lese man sich die Schuman-Erklärung durch, einer der Grundlagen des europäischen Integrationsprozesses, ist dort von einer Sache namens "Frieden" die Rede. Ich glaube jeder kleiner Bürger freut sich, nicht mehr in einen (west)europäischen Krieg zu geraten.

Primarene hat folgendes geschrieben:
Aber danke für deine Meinung, lieber Wirsing, auch wenn ich gerne mal wissen würde, inwiefern meine Logik fragwürdig ist, du hast sie ja nicht entkräftet, das kannst du auch nicht, das kann keiner, das ist der Witz daran, jeder sollte einfach mal über das nachdenken, was er nicht weiß oder nicht wissen kann, anstatt über das, was er denkt zu wissen, du und ich, wir alle hier, wir wissen viel zu wenig, als dass wir ernsthafte Gespräche über Kontinental- oder gar Weltpolitik führen könnten, andernfalls säßen wir alle auch in ganz anderen Positionen, das was in diesem Thread betrieben wird ist lediglich Wichtigtuerei, mehr nicht, von beiden Seiten, den Kritikern und den Befürwortern, beide Seiten reden über ein System, von dem sie maximal einen kleinen Bruchteil verstanden haben.

So ist es auch mit Bürgern, die sich einbilden, sie wüssten alles über Politik, aber niemals hohe politische Ämter innehatten, oder zumindest Pressesprecher oder Stabschefs von hohen politischen Tieren waren, diese Bürger blasen sich dann auf und diskutieren ernsthaft über politische Scheinthemen, sowas ist in meinen Augen lachhaft, das ist so, als würde ein Taxifahrer mir einen Vortrag darüber halten, wie man die perfekte Pizza zubereitet, obwohl er noch nie Pizza gebacken hat.

Gerade das ist doch das Wesen von Demokratie: die Beteiligung aller Bürger am politische Prozess, in reinster Form durch Wahlen und Abstimmung, sowie durch politische Parteien, Interessenverbände usw. Um Politik zu verstehen, muss man weder Bundeskanzler noch Abgeordneter gewesen sein, der Vorstand eines auf Gewinn orientierten Unternehmens hat durch seine Position nicht zwangsläufig Ahnung von Betriebswirtschaft. Man kann für die politische Partizipation keinen Intelligenztest fordern (vorrangig aber wohl eher, weil gewissen Parteien dann schwups die komplette Basis wegfallen würde Lachen ). Es geht vielmehr um einen sachlichen, konstruktiven Dialog der verschiedenen Interessen, um so einen mehrheitsfähigen Interessenausgleich herzustellen.
Nach oben
Alle Posts des Users
Werbung
Wirsing_97
Neugieriger



Anmeldungsdatum: 06.01.2017
Beiträge: 36

BeitragVerfasst am: 11.01.2017, 19:03    Titel: Re: Eure Meinung zur EU Antworten mit Zitat

3789fnvbe, danke für deinen Beitrag und das Einbringen eines vernünftigen Standpunkts, den kann ich so voll und ganz unterschreiben!

Primarene hat folgendes geschrieben:
Aber danke für deine Meinung, lieber Wirsing, auch wenn ich gerne mal wissen würde, inwiefern meine Logik fragwürdig ist, du hast sie ja nicht entkräftet, das kannst du auch nicht, das kann keiner, das ist der Witz daran, jeder sollte einfach mal über das nachdenken, was er nicht weiß oder nicht wissen kann, anstatt über das, was er denkt zu wissen, du und ich, wir alle hier, wir wissen viel zu wenig, als dass wir ernsthafte Gespräche über Kontinental- oder gar Weltpolitik führen könnten, andernfalls säßen wir alle auch in ganz anderen Positionen, das was in diesem Thread betrieben wird ist lediglich Wichtigtuerei, mehr nicht, von beiden Seiten, den Kritikern und den Befürwortern, beide Seiten reden über ein System, von dem sie maximal einen kleinen Bruchteil verstanden haben.

So ist es auch mit Bürgern, die sich einbilden, sie wüssten alles über Politik, aber niemals hohe politische Ämter innehatten, oder zumindest Pressesprecher oder Stabschefs von hohen politischen Tieren waren, diese Bürger blasen sich dann auf und diskutieren ernsthaft über politische Scheinthemen, sowas ist in meinen Augen lachhaft, das ist so, als würde ein Taxifahrer mir einen Vortrag darüber halten, wie man die perfekte Pizza zubereitet, obwohl er noch nie Pizza gebacken hat.


Diese Behauptung ist schlichtweg falsch. Die EU ist kein elitärer Club, in dessen Arbeitsweise und Aufbau der einfache Bürger keinen Einblick bekommt, so wie du es darstellst. Wer die EU verstehen möchte, der hat jederzeit die Möglichkeit dazu. Die EU selbst betreibt Öffentlichkeitsarbeit, in Deutschland gibt es die Bundeszentrale für politische Bildung, die kostenlos hervorragende Publikationen zur Verfügung stellt - auch zum Thema EU wirst du dort fündig. Für den Fall, dass du diese Darstellungen verdächtigen solltest, "gefärbt" zu sein (wobei ich zumindest die Bundeszentrale für politische Bildung als sehr neutral beurteilen würde) haben wir - unter anderem auch dank der EU - in der EU eine freie Presse, in der du dich zusätzlich informieren kannst. Schlussendlich könntest du sogar noch Politik studieren, und dann die EU von vorne bis hinten in all ihren Facetten durchnudeln. Wenn du damit fertig bist, dann bist du immer noch kein Politiker, hast aber mehr Ahnung als so mancher.
Die EU ist vielleicht komplex, aber durchaus transparent. Wer sie verstehen möchte, hat die Möglichkeit dazu. Du stellst dich nun aber hin, klagst, die EU sei so furchtbar intransparent, hast dich aber offenbar nicht einmal in die ganz grundsätzlichen Mechanismen der Union eingelesen. Und eben das ist es, was ich für eine Milchmädchenrechnung halte.

Im Übrigen hast du sogar die Möglichkeit, die EU aktiv und von innen mitzugestalten und, jeder EU-Bürger kann sich nämlich zur Europawahl aufstellen lassen und das ganz unabhängig von Ahnung, Ausbildung und Geld.
Nach oben
Alle Posts des Users
3789fnvbe
Neugieriger



Anmeldungsdatum: 20.08.2014
Beiträge: 11

BeitragVerfasst am: 11.01.2017, 19:41    Titel: Eure Meinung zur EU Antworten mit Zitat

Wirsing_97, ich danke und gebe das Kompliment zurück.

Ein paar Links vielleicht noch, um sich über die EU (die in manchen Dingen sogar wesentlich transparenter ist als so mancher Nationalstaat) zu informieren:
http://europa.eu das Einstiegsportal zur EU
http://eur-lex.europa.eu die zentrale Datenbank mit allen Rechtsakten der Union
http://europarl.europa.eu die Website des Parlaments - einschließlich der Tagesordnungen, Protokolle, Videoaufzeichnungen etc.
http://ombudsman.europa.eu der Bürgerbeauftragte, dein Ansprechpartner für Beschwerden über die EU
http://ec.europa.eu/citizens-initiative/public/welcome?lg=de und wer mal tatsächlich etwas gestalten, anstatt nur darüber reden möchte: die europäische Bürgerinitiative

Und wer noch nicht genug hat: Der Zugang zu Dokumenten eines Unionsorgans kann beantragt und ggf. sogar eingeklagt werden.
Nach oben
Alle Posts des Users
Darkness
Nutzer gelöscht





BeitragVerfasst am: 11.01.2017, 20:29    Titel: Eure Meinung zur EU Antworten mit Zitat

Guckt mal House of Cards, nachdem Obama gesagt hat, dass Politik i.d.R. so abläuft und nach einigen politischen Entscheidungen in z.B. Deutschland habe ich persönlich jegliches Vertrauen in diese Branche verloren, Politik ist, egal wohin man schaut, durch Korruption zerfressen.

Wer in diese Bagage Vertrauen setzt und mit "Die EU ist ein wichtig wegen Frieden" o.Ä. kommt, ist in meinen Augen gehirngewaschen.

Und die westlichen Demokratien kann man ja gerne als solche bezeichnen wenn man will, ich sehe das hier eher so, dass man alle 4 Jahre eine neue 4-jährige Diktatur wählen kann, innerhalb dieser 4 Jahre kann ein Bürger, können selbst Millionen von Bürgern, tun was sie wollen, sie werden nicht gehört (siehe Sterbehilfe, Hauptgrund warum ich sämtlichen Vertrauen in die Politik verloren habe), die da oben interessieren sich für die Bürger nur bei Wahlen, so ist es in jeder der sogenannten Demokratien, dann wäscht man den Bürgern mitn paar Scheinthemen den Kopf, die wählen wieder brav das Richtige und weiter gehts.

Ihr habt eure Meinung und ich meine, ihr könnt euch gerne für eure Beiträge Heiratsanträge machen, das würde jeder tun, der in dieses System, ob EU oder BRD oder USA, Vertrauen hat, aber ich nehms euch auch nicht übel, eure Köpfe werden seit der ersten Stunde Schulpolitikunterricht gewaschen.

Die Realität ist ganz einfach, dass man in der hohen Politik nur als Sozio- oder gar Psychopath bestehen kann, dass man als Politiker die Interessen von großen Fischen (Pharmaindustrie, Lebensmittelindustrie, etc. etc.) durchsetzen muss, um selbst auch an der Macht zu bleiben, das hat herzlich wenig mit Wahlen zu tun, wenn einen die richtigen Leute in einer Position sehen wollen, dann kommt oder bleibt man auch in dieser Position, siehe Kohl/Merkel, das ist quasi jahrzehntelanger Stillstand in der Politik, gut hier etwas Kopftuch, da etwas Homoehe, hier etwas Flüchtlingskrise, diese Themen sind für die großen Fische alle ohne Belang, und wenns für die großen Fische unwichtig ist, dann ist es für mich auch unwichtig.
Nach oben
Alle Posts des Users
3789fnvbe
Neugieriger



Anmeldungsdatum: 20.08.2014
Beiträge: 11

BeitragVerfasst am: 11.01.2017, 20:53    Titel: Re: Eure Meinung zur EU Antworten mit Zitat

Primarene hat folgendes geschrieben:
Guckt mal House of Cards, nachdem Obama gesagt hat, dass Politik i.d.R. so abläuft und nach einigen politischen Entscheidungen in z.B. Deutschland habe ich persönlich jegliches Vertrauen in diese Branche verloren, Politik ist, egal wohin man schaut, durch Korruption zerfressen.

Kenn ich. Gute Serie. Wobei ... Wenn das alles so stimmen würde, müssten dann nicht die korrupten Politiker und die geheimen Hintermänner etwas gegen diese Serie haben? Oder denken die das glaubt doch eh kein Mensch? Einfacher: geht selber in die Politik. Wobei es in Deutschland und vor allem in der Union etwas anders abläuft.

Primarene hat folgendes geschrieben:
Wer in diese Bagage Vertrauen setzt und mit "Die EU ist ein wichtig wegen Frieden" o.Ä. kommt, ist in meinen Augen gehirngewaschen.

Nein. Einfach nein. Ich kann sehen, was vor meinen Augen ist.

Primarene hat folgendes geschrieben:
Und die westlichen Demokratien kann man ja gerne als solche bezeichnen wenn man will, ich sehe das hier eher so, dass man alle 4 Jahre eine neue 4-jährige Diktatur wählen kann, innerhalb dieser 4 Jahre kann ein Bürger, können selbst Millionen von Bürgern, tun was sie wollen, sie werden nicht gehört (siehe Sterbehilfe, Hauptgrund warum ich sämtlichen Vertrauen in die Politik verloren habe), die da oben interessieren sich für die Bürger nur bei Wahlen, so ist es in jeder der sogenannten Demokratien, dann wäscht man den Bürgern mitn paar Scheinthemen den Kopf, die wählen wieder brav das Richtige und weiter gehts.

Das stimmt wohl, das ist halt (leider) Politik und Demokratie. Hat allerdings auch etwas gutes, wenn die Wähler einer Partei nicht die Behandlung ihrer Themen einklagen können. Eine Diktatur ist unsere Demokratie deshalb noch lange nicht, dazu gehört wesentlich mehr. Wenn einem das politische Spektrum nicht gefällt (oder einige Nuancen nicht so sichtbar sind): aufstehen! reden! wählen! von mir aus auch demonstrieren. Zum Thema Sterbehilfe kann ich nur sagen, dass wir eine neue Rechtslage haben - wie auch immer man sie bewertet, sie kann auch wieder geändert werden.

Primarene hat folgendes geschrieben:
Ihr habt eure Meinung und ich meine, ihr könnt euch gerne für eure Beiträge Heiratsanträge machen, das würde jeder tun, der in dieses System, ob EU oder BRD oder USA, Vertrauen hat, aber ich nehms euch auch nicht übel, eure Köpfe werden seit der ersten Stunde Schulpolitikunterricht gewaschen.

Ja, Schule macht viel aus. Und viele Politiklehrer (bzw. bezeichnen sie sich selbst als solche, obwohl sie, in NRW zumindest, auch etwas "verwandtes" studiert haben dürfen"), die ich erlebt habe, sind tatsächlich voreingenommen und tendenziös (wobei das auch immer an der aktuellen Landesregierung liegt). Schule ist aber nicht deine Sozialisierungsinstitution. Es kommen Familie, Freunde, ja die Gesellschaft allgemein (Vereine, Veranstaltungen, usw.) hinzu. Und am Ende bleibt ja immer noch die bpb.

Primarene hat folgendes geschrieben:
Die Realität ist ganz einfach, dass man in der hohen Politik nur als Sozio- oder gar Psychopath bestehen kann, dass man als Politiker die Interessen von großen Fischen (Pharmaindustrie, Lebensmittelindustrie, etc. etc.) durchsetzen muss, um selbst auch an der Macht zu bleiben, das hat herzlich wenig mit Wahlen zu tun, wenn einen die richtigen Leute in einer Position sehen wollen, dann kommt oder bleibt man auch in dieser Position, siehe Kohl/Merkel, das ist quasi jahrzehntelanger Stillstand in der Politik, gut hier etwas Kopftuch, da etwas Homoehe, hier etwas Flüchtlingskrise, diese Themen sind für die großen Fische alle ohne Belang, und wenns für die großen Fische unwichtig ist, dann ist es für mich auch unwichtig.

Ich glaube noch an allgemeine, unmittelbare, freie, gleiche und geheime Wahlen in diesem Lande. Und Lobbyismus ist nicht per se schlecht, und zu jedem Lobbyisten wird es auch einen Gegenlobbyisten geben. Also: engagiert euch!
Nach oben
Alle Posts des Users
Wirsing_97
Neugieriger



Anmeldungsdatum: 06.01.2017
Beiträge: 36

BeitragVerfasst am: 12.01.2017, 18:44    Titel: Eure Meinung zur EU Antworten mit Zitat

Primarene, wir drehen uns im Kreis. Wir können in diesem Stil noch 5 Tage weiterdiskutieren, auf einen Nenner kommen werden wir nicht. Was du vorbringst, ist die Beschreibung einer Wahrnehmung, einer Ahnung, einer Sichtweise. Faktenbegründete Argumente fehlen. Das soll jetzt kein Vorwurf sein, nur macht es das sehr schwer, darauf etwas zu erwidern. Du empfindest die Dinge nun einmal so - ok, das ist legitim und in sich richtig, dagegen kann ich nichts halten, schließlich habe ich nicht über deine Wahrnehmung zu urteilen. Aber: Überzeugen kannst du damit auch niemanden. Dafür fehlen Argumente. Und noch etwas fehlt - weil du nun einmal nicht argumentierst, sondern deine Gefühle beschreibtst: Ein differenzierter Blick auf die Dinge. Du scherst alles über einen Kamm. DIE Politiker, DIE Politik, DIE Lobbyisten. Nur: Es gibt eben weder DIE Politiker, noch DIE Politik noch DIE Lobbyisten.
Nehmen wir DIE Politiker: Da gibt es z.B. einen Seehofer, der hauptberuflich das Wort "Obergrenze" krakeelt, obwohl eine solche definitiv mit dem Grundgesetz nicht zu machen ist. Ein Vollhorst, möchte man sagen. Auf der anderen Seite gibt es einen Martin Schulz, ein äußerst charismatischer Mann mit Rückrad und übrigens einer ziemlich ungeradlinigen Biographie, wie ich finde.
Genauso muss bei DER Politik doch zwischen Europapolitik, Bundespolitik und z.B. Kommunalpolitik unterschieden werden, die Situation in Amerika ist mit der europäischen nur im Groben zu vergleichen, es gibt die Sozialpolitik, die Außenpolitik die Stuerpolitik usw.

Es muss gerade bei einem so komplexen Feld wie der Politik unbedingt unterschieden werden. Bin ich nun mit bestimmten Politikern oder Gesetzgebungen (z.B. eben zur Sterbehilfe) unzufrieden, dann ist es doch völlig absurd, alles zu verdammen.

Andererseits kann ich dich auch verstehen: Wenn bei diesen winterlichen Themperaturen die Autobatterie schlapp macht und deshalb das Auto nicht anspringt, dann stehe ich vielleicht im ersten Moment da und fluche über "DIE Scheißkarre", den ich bin wütend, Wut ist eine Emotion und Emotionen sind per se irrational. Bloß: Davon springt mein Auto auch nicht an. Ich werde nicht drum rum kommen, die Sache differenziert anzugehen, das Problem zu suchen und zu beheben, indem ich die Batterie lade. Es sei denn, ich gehe fortan zu Fuß - die wohl denkbar schlechteste Variante.

Du solltest versuchen, die Dinge so zu sehen wie sie sind: Facettenreich und mitunter auch mal kompliziert. Wer aber das komplette System verdammt, handelt destruktiv. Und weil in dieser Zeit viele Menschen den differenzierten Blick scheuen, erleben wir gerade den Aufstieg einer AfD in Deutschland, einer Front National in Frankreich und bald schon einen Präsidenten Trump. Vielleicht mag das den Frust des Ein oder Anderen befriedigen, doch - soviel ist heute schon sicher - die Probleme werden sich auf diesem Weg nicht lösen lassen.
Gerade wir Homosexuelle sollte eigentlich wissen, dass nicht alles schwarz und weiß ist. Sondern bunt, verschieden und eben: differenziert
Nach oben
Alle Posts des Users
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:   
Antworten
 

Seite 5 von 5
Seite: Zurück  1 2 3 4 5

 

Werbung

Werbung